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"Sachkunde" als Beweisquelle im Strafprozess

"Sachkunde" als Beweisquelle im Strafprozess : Defizite der Verteidigungsrechte bei der Gewinnung und Verwertung von ausserjuristischem Erfahrungswissen.

・ISBN 978-3-428-19821-4 Brosch. EUR 109.90

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電子版あり 大学・学術機関向け電子ブック(eBook)ISBN 978-3-428-59821-2

著者・編者Holzer, Anja,
シリーズStrafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge
出版社(Duncker, GW)
出版年月2026.05
ページ数420 S.
言語GER
ニュース番号<776-606>

解説

Ein Erfahrungssatz wird haeufig als apodiktischer Vollbeweis behandelt, obwohl die Genese angesichts des epistemologischen Hintergrunds weder bei gerichtlich behaupteter ≫eigener Sachkunde≪ noch im Rahmen des Sachverstaendigenbeweises ausreichend transparent ist. Fuer die Verteidigung herrscht ? wie die Autorin untersucht ? eine positionelle Schwaeche, da belastende Erfahrungssaetze nicht effektiv hinterfragt, beguenstigende Erfahrungssaetze hingegen nur eingeschraenkt in den Strafprozess eingebracht werden koennen. Die gesetzlichen Informations-, Beweisantrags- und Frage und Ladungsrechte weisen Defizite an dem Gewinnungs- und Verwertungsprozess auf. Es erfolgt u.a. eine rechtsdogmatische Analyse des Anhoerungsrechts gem. Nr. 70 Abs. 1 RiStBV, des Rechts zur Selbstladung von Sachverstaendigen gem. Paragr. 245 Abs. 2 StPO sowie der Begruendungsdefizite bei der Ablehnung eines Beweisantrags auf Hinzuziehung eines Sachverstaendigen wegen ≫eigener Sachkunde≪ des Tatgerichts gem. Paragr. 244 Abs. 4 S. 1 StPO, die mit Aenderungsvorschlaegen de lege ferenda schliesst.